Es gibt reichlich gute Argumente für die VA Thal

Medienmitteilung vom 30. Juni 2021

Es gibt reichlich gute Argumente für die VA Thal

Das Komitee «Pro Verkehrsanbindung Thal» hat an einer Medienkonferenz am 30. Juni in der Klus bei Balsthal seine Argumente für ein Ja zur VA Thal präsentiert. Es geht an der Urne am 26. September um mehr Lebens- und Wohnqualität für das Thal. Es geht darum, die Region Thal mit einem sinnvollen Anschluss an das Strassennetz im Mittelland zu versehen. Und nur mit der Realisierung der VA Thal, so die Befürworter, werde auch eine Verbesserung und der Ausbau des öV-Angebotes möglich und werde mehr Platz geschaffen für Bus und Bahn.

Freddy Kreuchi
Stefan Müller-Altermatt
Thomas Fluri
Benno Schmid
Stefan Müller-Altermatt
previous arrow
next arrow

Den Ort der Medienorientierung am 30. Juni hatten die Befürworter der Verkehrsanbindung Thal mit Bedacht gewählt: Das Archiv der Bürgergemeinde Balsthal, an historischer Stätte mitten im Städtchen Klus. Im einst schönen Städtchen Klus, so Komitee-Präsident und Nationalrat Stefan Müller-Altermatt – man erkenne es heute kaum noch. «Die Klus erstickt im Verkehr.» Es geht bei der Verkehrsanbindung Thal, über welche am 26. September abgestimmt wird, neben der Verbesserung der Situation in der Klus vor allem um zwei Dinge: Es geht darum, den Thalerinnen und Thalern die Lebensqualität zurückzugeben, und es geht darum, das Thal als Wohn- und Arbeitsregion attraktiv zu erhalten. Denn das Thal verliert wegen des Staus an Attraktivität als Wohnregion und als Arbeitsregion, weil die Gewerbler im Thal genauso im Stau stehen wie der Büezer, der im Mittelland arbeitet.

Es gehe um genau dasselbe wie bei den Umfahrungen in Olten und Solothurn, sagte Müller-Altermatt. Diese habe das Solothurner Stimmvolk an der Urne gutgeheissen – und zwar inklusive der dafür benötigten Erhöhung der Motorfahrzeugsteuern. Für die VA Thal braucht es keine Steuererhöhung. Es braucht einzig und alleine die Zuweisung der Strassenbaugelder an dieses Projekt. «Und diese Zuweisung, also ein Ja an der Urne, ist richtig, denn nach Olten und Solothurn ist jetzt das Thal an der Reihe», so Müller-Altermatt.

Auch der öV im Thal wird mit der Verkehrsanbindung attraktiver

Der Komiteepräsident betonte, dass es beim Projekt nicht um die Frage gehe: öV oder Individualverkehr. Es gehe auch nicht um die Frage, ob man mit alternativen Konzepten diesen Stau beheben könnte. Das hat man längst abgeklärt und Dutzende von Varianten geprüft – Fazit: es geht einfach nicht! «Es geht nicht um Ideologie. Es geht um ein konkretes Problem und die Lösung dazu. Sie liegt hier vor.»

Dass der öffentliche Verkehr im Thal mit der Realisierung des Projektes attraktiver wird, betonte Thomas Fluri, Verwaltungsratspräsident der Oensingen-Balsthal-Bahn AG (OeBB). Just im ländlichen Raum, so Fluri, würden sich öV und der Motorisierte Individualverkehr (MIV) nicht konkurrenzieren, sondern ergänzen. Damit Bus und Bahn im Thal ihre wichtige Erschliessungsfunktion wahrnehmen könnten, müssten sie in Oensingen, Gänsbrunnen und in Waldenburg kurze und zuverlässige Anschlüsse gewährleisten. «Dafür muss der öV aber zuverlässiger werden», sagte Fluri vor den Medien. «Und dies gelingt uns nur mit einer VA Thal, mit deren Realisierung wir sogar den Ausbau unseres öV-Angebotes anstreben können!»

Die VA Thal verschafft dem öV mehr Platz und führt laut Fluri zudem zu der «dringend notwendigen» Entflechtung von öV und MIV. «Nun verstehen Sie sicher, warum die OeBB AG als Bahnunternehmen sich für eine Strasse engagiert», schloss Fluri seine Ausführungen.

Grosse Bedeutung für Balsthal und die anderen Thaler Gemeinden

Seinen ersten Auftritt an der Spitze des Komitees «Pro Verkehrsanbindung Thal» hatte der frisch gewählte Präsident der Zentrumsgemeinde Balsthal, Freddy Kreuchi, der ab August offiziell im Amt sein wird. Die Realisierung der VA Thal sei «ein Jahrhundertprojekt» und eine einmalige Chance für den Bezirk Thal, sagte Kreuchi. Mit dem jetzt vorliegenden Projekt ziehe man die Lehren aus vergangenen Fehlern und präsentiere ein Vorhaben, welches in vielerlei Hinsicht eine ideale Lösung zur Behebung des abendlichen Staus in der Klus biete. Die Gegnerinnen und Gegner erwähnten gerne, dass sich die Fahrzeit durch den Kluser Stau nur um 4.5 Minuten verlängere. «In der Realität kann sich die Fahrzeit aber um bis zu einer halben Stunde erhöhen, das strapaziert die Nerven von uns Thalerinnen und Thalern schon seit Jahren», sagte Kreuchi. Ein JA zur VA Thal bedeute, dass das schöne Thal nicht länger als Randregion betrachtet werde, sondern als lebenswerter Ort und mit einem «würdigen Anschluss an das Strassennetz». Er rief alle Solothurnerinnen und Solothurner zur Solidarität mit dem Thal auf und damit zu einem Bekenntnis, dass man sich im Kanton Solothurn solidarisch zeigt mit den anderen Bezirken.

Die VA Thal als wichtiger Wirtschaftsfaktor

Unternehmer Benno Schmid, VR-Präsident der Welschenrohrer ChemValve-Schmid AG und Vorstandsmitglied des Industrie- und Handelsvereins Thal-Gäu-Bipperamt, hat selber jahrelange Erfahrung im Staustehen in der Klus. Für ihn ist klar: Erst durch die Realisierung der Verkehrsanbindung Thal wird die Ansiedlung neuer Unternehmen im Thal richtig gefördert. Gute Fachleute seien im Thal zwar noch vorhanden, sie würden aber zunehmend rarer, weil das tägliche Pendeln durch den Kluser Moloch schlicht keinen Spass mache. «Die VA Thal ist ein wichtiger Baustein für das Wohl des ganzen Kantons Solothurn», unterstrich Schmid. Und sie sei schlicht essenziell für ein «läbiges Thal».

Der Solothurner Kantonsrat hat den 74-Millionen-Kredit für die Verkehrsanbindung Thal im Dezember 2020 deutlich gutgeheissen. Das Komitee «Pro Verkehrsanbindung Thal», zusammengesetzt aus den Gemeindepräsidien des Thals und Oensingens und aus den Präsidien der Gewerbevereine sowie unterstützt von einer überragenden Mehrheit der Thalerinnen und Thaler, ist überzeugt vom Projekt, und hofft auf ein kräftiges JA zur VA Thal am 26. September. «Weil die VA Thal dringend, klug und bezahlbar ist», wie die vier Referierenden vor den Medien unisono betonten.

Kommentare sind geschlossen.